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Interview

„Das Projekt wird nicht scheitern"

Von Michael Greuel, Kölner Stadtanzeiger am 10.01.12

Bürgermeister Alexander Büttner glaubt fest an das „Fashion Center". Windräder hingegen sähe er am liebsten nur an der Küste. Der Verwaltungschef spricht zudem über die Schullandschaft und das neue Altenzentrum.

 

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Bad Münstereifel - Herr Büttner, im vergangenen Jahr ist in Bad Münstereifel einiges passiert. Unter anderem wurde über den Status der Stadt als staatlich anerkanntes Kneippheilbad diskutiert. Eine Subventionierung privater Betriebe wurde dabei von einer politischen Mehrheit abgelehnt, Sie waren dafür. Wie bewerten Sie diese Diskussion in der Rückschau?
ALEXANDER BÜTTNER: Das Ganze ist eine wichtige Diskussion gewesen, weil sie Bewusstsein für dieses strukturpolitisch herausragende Thema geschaffen hat. Das Prädikat Kneippheilbad ist kein Selbstläufer und nicht allein eine öffentliche Aufgabe von Rat und Verwaltung. Wir können in diesem Bereich nur Erfolg haben, wenn die Sicherung des Prädikats auch als privatwirtschaftliche Aufgabe, insbesondere von denjenigen, die davon profitieren, wahrgenommen wird. Das wurde in dieser Diskussion deutlich.

Um einen Anreiz zu schaffen, wollte die Verwaltung diverse private Betriebe finanziell unterstützen. Das wurde vom Rat mehrheitlich abgelehnt. Wie gehen Sie mit solchen politischen Niederlagen um?
BÜTTNER: Ich nehme so etwas sportlich. Meine Stimme zählt im Rat genauso viel wie jede andere. Mehrheit ist Mehrheit. Zudem konnte ich die ordnungspolitischen Argumente der Subventionierungsgegner durchaus nachvollziehen.

So etwas muss Sie doch trotzdem ärgern. Schließlich will man doch, dass die eigenen Anträge eine Mehrheit finden.
BÜTTNER: Es gibt demokratische Spielregeln. Die Kneipp-Diskussion habe ich deshalb auch nicht als Niederlage empfunden. Es hat halt auch gute Gegenargumente gegeben. Anders wäre es gewesen, wenn damals der Trägerwechsel bei den Kitas nicht geklappt hätte. Da wäre ich persönlich ge- und betroffen gewesen.

Können Sie das konkretisieren?
BÜTTNER: Eine solche Entscheidung hätte gravierende Auswirkungen auf die Stadt gehabt. Die Stadt als finanziell schwer angeschlagener Träger hätte die Aufgabe für die Zukunft niemals so gut wahrnehmen können. Der Haushalt wäre nicht um über 300 000 Euro jährlich entlastet worden. Die Argumente für einen Trägerwechsel waren eindeutig. Und wenn die besseren Argumente keinen Erfolg mehr haben, dann stellt sich gerade in der Kommunalpolitik die Frage nach der Sinnhaftigkeit des politischen Handelns. Es hat sich gezeigt, dass sich unsere Überzeugung bewahrheitet hat und die Befürchtungen der Kritiker unbegründet waren - darüber bin ich auch persönlich sehr froh.

Kritik wurde auch laut, als das neue Altenheim an der Trierer Straße fertiggestellt wurde. Sie haben es seinerzeit als „positiv für das Entree der Stadt" bezeichnet. Bleiben Sie bei dieser Aussage?
BÜTTNER: Ja, klar. Man muss ja auch sehen, wie die Fläche dort vorher ausgesehen hat. Das war eine Brache. Ich höre dann immer, dass es in den 50er und 60er Jahren da toll ausgesehen haben soll. Die Zeiten sind allerdings lange vorbei. Seit ich in diesem Amt bin, war diese Stelle eine Art Schandfleck. Das jetzige Gebäude ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht unfreundlich. Es gehört zum Stadtbild dazu. Hinzu kommt: Die Nutzung ist zeitgemäß.

Es machen Gerüchte die Runde, das neue Altenzentrum sei hoffnungslos unterbelegt. Anfragen dieser Zeitung werden vom Betreiber kontinuierlich ignoriert. Wie steht es denn um das Projekt?
BÜTTNER: Da die Stadt nicht der Betreiber ist, kenne ich keine Zahlen. Uns gegenüber hat der Betreiber versichert, dass das Haus Zug um Zug belegt werde. Das klingt nachvollziehbar. Man konnte ja nicht davon ausgehen, dass es innerhalb weniger Wochen ausgebucht ist. So etwas dauert halt ein paar Monate.

Zum Thema Schulstreit...
BÜTTNER: War da was?

Na ja, die Diskussion zwischen Ihnen und Ihren Amtskollegen aus Nettersheim und Blankenheim fiel mitunter ja schon recht harsch aus. Wie steht es seitdem um Ihr bis dato sehr gutes Verhältnis zum Nettersheimer Bürgermeister Wilfried Pracht?
BÜTTNER: Ich habe mir abgewöhnt, nachtragend zu sein. Man muss auch mit solchen Dingen professionell umgehen und sicherstellen, dass man später in anderen Bereichen wieder zusammenarbeiten kann. Unser Verhältnis hat darunter nicht gelitten. Wir spielen auch weiterhin Skat miteinander.

Die Gemeinschaftsschule ist gescheitert. Empfinden Sie das als Genugtuung?
BÜTTNER: Nein! Dass es hier heftigen Streit in unserer Region gab, lag in erster Linie an der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf. Der Modellversuch stand von Beginn an auf schwankendem Grund. Die neue Landesregierung wollte durch die Hintertür ohne gesetzliche Grundlage eine neue Schulform schaffen. Jetzt sieht es anders aus. Es gibt einen Schulkonsens auf Landesebene, und auf dieser Basis wird derzeit ein guter Dialog geführt.

Inwiefern wird sich dadurch zukünftig die Schullandschaft in der „Schulstadt" Bad Münstereifel verändern?
BÜTTNER: Wir führen aktuell Gespräche sowohl mit benachbarten Schulträgern als auch mit den eigenen. Überall herrscht das gleiche Problem: Als Folge des demografischen Wandels gehen allerorts die Schülerzahlen zurück. Gleichzeitig werden rundherum, in Rheinbach, Euskirchen, Blankenheim, Nettersheim, Kall und Schleiden, neue Schulangebote diskutiert. Das passt im Grunde nicht zusammen, zeigt aber das Bemühen, attraktive Schulstandorte zu schaffen.

Was sind die konkreten Auswirkungen für die Schulen in Bad Münstereifel?
BÜTTNER: Das St.-Michael-Gymnasium hat eine Einpendler-Quote von 40 Prozent. Das St.-Angela-Gymnasium sogar von 60 Prozent. Allein diese Schulen sind schon auf eine regionale Entwicklung angewiesen. Ich sage mit Absicht „regional" und nicht „kreisweit". Denn auch Rheinland-Pfalz und der Rhein-Sieg-Kreis spielen da eine Rolle. Der eigene Kirchturm jedenfalls ist längst zu klein.

Wie sieht es bei der Haupt- und der Realschule aus?
BÜTTNER: In diesem Zusammenhang stellen sich mehrere Fragen: Wollen wir die Hauptschule in der Region stärken? Ist eine der umliegend zu erwartenden neuen Gesamtschulen auch eine Option für unsere Hauptschüler? Oder wollen wir eine Sekundarschule gründen? Dasselbe gilt für die Realschule. Klar ist dabei allerdings: Zukunftsfähige Schulplanungsentwicklung funktioniert nur in arbeitsteiliger regionaler Partnerschaft.

Sie haben den demografisch bedingten Rückgang der Schülerzahlen selbst genannt. Kann sich ein Millionenprojekt wie der Neubau am St.-Michael-Gymnasium dann überhaupt noch amortisieren?
BÜTTNER: Wenn wir Schulstadt bleiben wollen, ist eine solche Investition dringend notwendig gewesen. Die Renovierung der maroden Turnhalle war technisch nicht möglich, und eine Mensa war dringend erforderlich. Wo hätten wir sie hinbauen sollen? Außerdem haben die Schüler durch die zusätzlichen Klassenräume endlich Platz. So können wir weiterhin ein attraktives Kursangebot aufrechterhalten.

Ein großes Thema war im vergangenen Jahr das geplante „Fashion Center". Bei einem Großteil der Bürger ist die Resonanz positiv, es gibt allerdings auch skeptische Stimmen. Was entgegnen Sie den Kritikern, die mutmaßen, dass dieses Vorhaben scheitern wird?
BÜTTNER: Ich halte solche Befürchtungen für unbegründet. Die Verwaltung und die Investoren arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung des Konzepts. Im Rathaus habe ich eine Arbeitsgruppe „Fashion Center" gegründet, die sich intensiv um dieses Vorhaben kümmert. Ich bin der festen Überzeugung: Das Projekt wird nicht scheitern! Was aber würde denn schlimmstenfalls passieren? Frisch sanierte Immobilien, die gut vermarktet werden können. Die Bauphase wird allerdings eine Belastung für die Bürger, da ist gegenseitige Rücksichtnahme von großer Bedeutung.

Teilen Sie die Befürchtung einiger Kritiker, dass die Investoren mit dem „Fashion Center" ein politisches Druckmittel in der Hand haben und sich die Stadt in gewisser Weise von den Unternehmern abhängig macht?
BÜTTNER: Diese Sichtweise kann ich nicht nachvollziehen. Ich glaube nicht, dass sich der Rat unsachgemäß beeinflussen lässt. Da entstehen keine Abhängigkeiten. Das Entscheidende an diesem Projekt sind nicht die Einkünfte für den Stadtsäckel. Entscheidend sind vielmehr die Schaffung von Arbeitsplätzen und neue Impulse für die Stadtstruktur. Wir wollen neue Menschen nach Bad Münstereifel holen.

Eines der Schlagworte war im Jahr 2011 bundesweit die Energiewende. Inwiefern wird sich die Stadt Bad Münstereifel daran beteiligen?
BÜTTNER: Wir sind aktuell dabei, das Stadtgebiet auf geeignete Flächen zur Errichtung von Windkraftanlagen zu untersuchen. Allerdings stehen seitens der Landesregierung die Rahmenbedingungen für Windkraft im Wald noch nicht abschließend fest. Wir werden am Ende überrascht sein, wie wenig Fläche im Stadtgebiet geeignet sein wird. Zudem wäre es wichtig, wenn für im Nothaushalt steckende Kommunen umfassende Investitionen in diesem Bereich möglich gemacht würden. Das hat die rot-grüne Landesregierung bislang nur angekündigt, aber noch nichts davon umgesetzt.

Engagierte Bürger, beispielsweise Mitglieder der „Bürger-Initiative Nachhaltige Stadt-Entwicklung" (BINSE), werfen der Verwaltung in diesem Zusammenhang vor, dass „intensives Engagement für erneuerbare Energie im Stadtgebiet mit offener Information und Förderung der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durch die Verwaltungsspitze systematisch behindert und verzögert" werde.
BÜTTNER: Es gibt viele Bürger, die sich engagieren, und die nehmen wir auch alle ernst. Zu Beginn brauchen wir aber eine Entscheidungsgrundlage, für die die rot-grüne Landesregierung zuständig ist. Unsere Vorgehensweise wird dann gemeinsam mit der Politik und unseren Bürgern abgestimmt. Wir sollten dieses Thema im Konsens regeln und nicht als Weltverbesserer unterwegs sein.

Wie sehen Sie persönlich das Thema Windkraft?
BÜTTNER: Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass Windräder nicht in die Eifeler Landschaft gehören, sondern eher an die Küste sowie in infrastrukturell vorbelastete Gebiete. Es tut schon weh, wenn ich vom „Eifelblick" am Michelsberg in Richtung Nationalpark schaue und dort die Landschaft derart verspargelt ist.

Sie sind auch Vorsitzender der Bürgermeisterkonferenz des Kreises Euskirchen. Was ist aus dieser Richtung für 2012 zu erwarten?
BÜTTNER: Ein wichtiges Thema wirderneut die unzureichende Finanzausstattung der kommunalen Familie sein. Da sind wir teilweise mit dem Kreis in einem Boot. Darüber hinaus wäre es angebracht, wenn der Kreis in diesem Zusammenhang für sich dieselben Anforderungen stellen würde, wie er das bei Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept oder im Nothaushalt handhabt. Da ist Einsparpotenzial vorhanden. Mehr Solidarität des Kreises gegenüber den Kommunen wäre wünschenswert.

 

Veröffentlicht durch Martin Mehrens am 26. Januar

 

 

Weihnachts- und Neujahrsgruß

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Ehrenamt 2011

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v.l. Jutta Limbeck, Tobias Stadie, Agnes Schmitz, Peter Greven, Bodo Kerstin,
Karola Welcker, Anne Bodenheim, Bürgermeister Alexander Büttner

 

 

Verleihung des Ehrenamtspreises des Bürgermeisters

Auch in diesem Jahr überreichte Bürgermeister Alexander Büttner erneut den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters für bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement im Sinne der Bürgerstadt Bad Münstereifel an drei BürgerInnen bzw. Institutionen unserer Stadt. Der Ehrenamtspreis dient als Zeichen der Anerkennung und ist mit einem finanziellen Zuschuss aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden.

 

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

  • Herr Peter Greven als Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Münstereifel
  • Frau Karola Welcker als Vorsitzende des Ashford-Fougères-Clubs Bad Münstereifel
  • und Frau Lilo Langen für ihre Hilfsprojekte für Afrika

 

   

Haushalt 2012

euroEinbringung Haushaltsrede 2012

 

Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete,

 

I. die Einbringung des Haushaltsplanentwurfes 2012 ist eine gute Gelegenheit für eine Standortbestimmung. Vieles in unserer Stadt haben wir seit der letzten Haushaltseinbringung vor einem Jahr in Bewegung gebracht. Ich habe den Eindruck, die Richtung stimmt 

In den folgenden Minuten werde ich ihnen eine Skizze zur Entwicklung unserer Stadt, unseres Gemeinwesens vorlegen. Es wäre schön, wenn wir in den nächsten entscheidenden Wochen, Monaten und Jahren möglichst gemeinsam einen Entwicklungskorridor mit konkreten Maßnahmen beraten, beschließen und umsetzen könnten.Das Gesicht unserer Stadt wird sich zumindest in Teilbereichen entscheidend verändern. Große Zukunftschancen liegen vor uns, wenn wir überlegt und gleichzeitig beherzt handeln. Verehrte Damen und Herren Stadtverordnete, lassen sie mich in diesem Zusammenhang eine Bitte äußern. In den zurückliegenden Jahren waren die Schlussberatungen zum Haushalt manchmal stark durch Nörgeln, Jammern und kommunale Kleinkramkritik geprägt. Aus der letzten Beratung ist mir das Beispiel des Eifelblicks auf der Stadtmauer erinnerlich, der längere Zeit nicht erreichbar war, weil der Wehrgang grundsaniert werden musste. Hand auf's Herz: Wenn es in unserer Stadt keine wichtigeren Herausforderungen zu meistern gilt, dann geht es uns richtig gut. Natürlich muss die Kommunikation stimmen und erläutert werden, warum die Sanierung länger als geplant dauerte. Selbstverständlich sind auch die Kleinigkeiten wichtig, aber wir sollten ihnen den Stellenwert einräumen, den sie verdienen und sie nicht zu Grundsätzlichem steigern. Sagen Sie uns im Alltag und nicht erst in der Haushaltsrede, wo der Schuh drückt. Wir werden versuchen, diese Dinge dann auch schnell zu erledigen. Ich würde mit ihnen heute an dieser Stelle viel lieber über strukturelle und strategische Herausforderungen der Zukunft diskutieren. Dann sind die alljährlichen hier und da auftauchenden stereotypen Plattitüden von Stillstand und Nichtstun überflüssig. Lassen Sie uns im wohl verstandenen Sinne über Inhalte, Alternativen und Realisierungschancen streiten.

   

Eine gute Idee!

Kölner Rundschau vom 09.09.11

Tom Steinicke

 

Eine Stiftung von und für Bürger

„Mit der Bürgerstiftung soll das Interesse bei den Bürgern geweckt werden, sich für ihre Stadt zu engagieren", sagt Peter Greven. Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner möchte gleich eine „Massenbewegung starten". 

BAD MÜNSTEREIFEL - „Mit der Bürgerstiftung soll das Interesse bei den Bürgern geweckt werden, sich für ihre Stadt zu engagieren", sagt Peter Greven. Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner möchte gleich eine „Massenbewegung starten" und Bodo Kerstin ist guter Dinge, dass die Kurstädter die Chancen, die diese Stiftung bietet, nutzen werden.

 

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Damit sind die drei führenden Köpfe der neuen Bad Münstereifeler Bürgerstiftung, aber auch die eigentlichen Protagonisten bereits genannt. Während Greven den Vorsitz übernimmt, ist Kerstin Stellvertreter. Der Bürgermeister der Kurstadt ist laut Satzung automatisch Mitglied des Vorstands. Dennoch werden die drei Gründungsmitglieder eher repräsentative Aufgaben übernehmen. „Es ist keine Rathaus- oder Bürgermeisterstiftung, sondern eine Bürgerstiftung. Ich bin gespannt, was von den Bürgern kommt", sagt Büttner.

Peter Greven, Chef der Iversheimer Firma Fett-Chemie und einer der größten Arbeitgeber des Stadtgebiets, ergänzt, dass städtische Aufgaben definitiv nicht von Bürgerstiftung übernommen würden. Mit dem Erhalt der Anerkennungsurkunde der Kölner Bezirksregierung und dem Stiftungsvermögen in Höhe von 63 500 Euro ist die Basis fürs bürgerliches Engagement geschaffen worden. Allerdings weist Greven daraufhin, dass die Stiftung ausschließlich mit den Zinsen arbeiten könne und deshalb auf Spenden angewiesen sei. Denn die könnten unmittelbar verwendet werden. Bei einem der vielen Treffen im Vorfeld hat die Versammlung eine Themenliste mit Projekten zusammengestellt. Drei sollen bereits in Kürze (siehe Kasten unten) realisiert werden.

Besonders stolz ist Büttner auf die Firmen und Privatpersonen, die sich bereits finanziell in der Bürgerstiftung engagiert haben: „Es ist keine einzige Bank dabei, sondern elf Firmen und 22 Privatpersonen. Daran sieht man, dass das Fundament in Münstereifel ein sehr gutes ist."

Das „Fundament" der Stifterversammlung darf, wenn es nach dem Vorstand geht, natürlich noch breiter werden. Interessierte müssen mindestens 1000 Euro stiften. Kerstin, der acht Jahre lang Geschäftsführer des Seniorenheims „Otterbach" war, kann dem Bürgermeister nur beipflichten: „Ich schätze die Stadt sehr und habe die Bürger als sehr engagiert kennen gelernt. Deshalb wurde es höchste Zeit, dass die Stadt so eine Initiative bekommt."

Wichtig ist dem ehemaligen Gemeindedirektor von Alfter, dass die Bürger wissen, dass die Bürgerstiftung sich nicht nur in der Kernstadt nützlich machen wird, sondern auch die umliegenden Orte von dem ehrgeizigen Projekt profitieren sollen und werden. „Wir freuen uns natürlich nicht nur über Spenden, sondern auch über Zeit, Vorschläge und Engagement", so Greven.

Wer sich jetzt - in welcher Form auch immer - in die Stiftung einbringen will, kann das bei den regelmäßigen Sprechstunden tun.

 www.buergerstiftungbad-muenstereifel.de

   

Kindersprechstunde in der OGS Arloff

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„Haben Sie Zeit für Ihre eigenen Kinder?"

Von Claudia Roberz, Kölner Rundschau 28.07.11


„Warum sind Sie heute zu spät zu uns gekommen?"

Die Frage eines Arloffer Schülers traf Bürgermeister Alexander Büttner nicht ganz unvorbereitet. Er kramte einen Zettel aus seiner Jackentasche und zeigte ihn als Beweis seiner Unschuld den OGS-Schülern.

ARLOFF - „Warum sind Sie heute zu spät zu uns gekommen?" Die Frage eines Arloffer Schülers traf Bürgermeister Alexander Büttner nicht ganz unvorbereitet. Er kramte einen Zettel aus seiner Jackentasche und zeigte ihn als Beweis seiner Unschuld den OGS-Schülern: „Die Frau Ohlert aus meinem Büro hat mir gesagt, der Termin sei so gegen 15 Uhr, ich solle aber sehen, dass ich schon 14.45 Uhr hier bin. Zum Glück war ich dann um 14.35 Uhr nur ein paar Minuten zu spät", erklärte Büttner. Er war an diesem Tag in die Arloffer Grundschule zur Kindersprechstunde gekommen. Hier hatten sich 15 Schüler der Offenen Ganztagsschule (OGS) im März in einer Kinderrechte-AG zusammen gefunden und die UN-Kinderrechtskonvention genauer unter die Lupe genommen. Ziel der AG war es, den Kindern zu vermitteln, dass nicht nur die Erwachsenen Rechte habe, sondern es auch Rechte für Kinder gibt. Vermittelt wurde dies den Schülern sehr anschaulich anhand des Buches „Justine und die Kinderrechte" von Antje Szillat, das in Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Caritasverband Köln herausgegeben wurde. Antje Szillat stellt in ihrem Buch die wichtigsten Kinderrechte vor und erzählt zu jedem Artikel eine für Kinder gut nachvollziehbare Geschichte.Antje Szillat war ebenfalls in die Grundschule nach Arloff gekommen und eröffnete den Nachmittag mit einer Lesung aus ihrem Kinderrechte-Buch. Und welche Geschichte hatte sie angesichts der bevorstehenden Kindersprechstunde des Bad Münstereifeler Bürgermeisters wohl ausgewählt? Natürlich „Montags ist Kindersprechstunde". Auch Alexander Büttner hatte sich auf diese Geschichte vorbereitet und - ganz wie Bürgermeister Knolle aus der Geschichte - Anzug und Krawatte gegen Jeans und ein kariertes Hemd eingetauscht. „Nur der Bauch von Bürgermeister Knolle fehlt", bemerkte Antje Szillat lachend.Bei der anschließenden Kindersprechstunde mit dem Bürgermeister zeigten sich die Arloffer Grundschüler gut vorbereitet. „Wie viele Kinderrechte gibt es", fragte ein Schüler Alexander Büttner. Bei der genauen Anzahl musste der zwar passen, berichtete aber, dass er sich im Internet über Kinderrechte informiert habe. „Es gibt hier in Deutschland einen ganz wichtigen Satz, der im Grundgesetz steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und ihr Kinder seid genau so Menschen wie die Erwachsenen. Wenn wir alle nach diesem Satz leben, dann geht es uns gut", so Büttner.Eine ganz pfiffige Frage kam von einem anderen Schüler: „Warum sind Sie heute eigentlich hier? Interessiert Sie das wirklich?" „Oder bin ich nur hier, weil ich hier sein muss?", vollendete Büttner die Frage lachend und versicherte, dass ihn das Thema Kinderrechte ebenso interessiere wie die Kindersprechstunde. „Ich komme auch gerne wieder hierhin, wenn ihr mich einladet und euch Fragen überlegt", so der Bürgermeister.Und mit der Frage „Haben Sie Zeit für ihre eigenen Kinder" erfuhren die Schüler auch so einiges aus dem Privatleben Büttners: „Wahrscheinlich habe ich nicht genug Zeit für meine Kinder und meine Frau. Aber ich bemühe mich, auch wenn der Bürgermeister-Beruf viel Zeit verlangt. So sehe ich zu, dass ich immer einen Tag am Wochenende komplett frei und für meine Familie habe. Jeden Mittwoch bin ich zum Mittagessen zu Hause und donnerstags zum Abendessen."Angesichts der wenigen Freizeit, die so ein Bürgermeister offensichtlich hat, verwunderte auch die letzte Frage im Rahmen der Kindersprechstunde nicht: „Wollen Sie noch lange Bürgermeister bleiben?"„Ich bin jetzt seit 2004 Bürgermeister, 2009 wurde ich von den Bürgern für weitere sechs Jahre gewählt. 2015 werde ich dann sehen, ob ich, meine Familie und vor allem die Münstereifeler Bürger mich weiterhin als Bürgermeister wollen", blieb Büttner auch hier die Antwort nicht schuldig.

 

 

   

E-Bike für das Rathaus

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Mit sportlichen Elektrofahrrädern bringt RWE Deutschland AG Menschen auf Touren und macht Elektromobilität zum Erlebnis. Die Trekkingräder mit „eingebautem Rückenwind" liegen im Trend und begeistern längst auch junge Radler.Auch der Bürgermeister und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können künftig diesen „Rückenwind" nutzen, denn der Kundenberater von RWE Deutschland AG, Herr Walfried Heinen, übergab Herrn Bürgermeister Alexander Büttner ein E-Bike, das künftig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung als Dienstfahrrad zur Verfügung steht. Die E-Bike Übergabe war verbunden mit einer Probefahrt durch das schöne Bad Münstereifeler Stadtgebiet, die Bürgermeister Büttner mit einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am vergangenen Freitag Nachmittag vornahm. Auf der Route von Bad Münstereifel über Rodert, Decker Tönnes, Bodenbachtal, Eicherscheid zurück nach Bad Münstereifel konnte die Leistungsfähigkeit der E-Bikes getestet werden. Alle waren begeistert und werden das Dienstfahrrad künftig gerne für die „Kurzstrecken" nutzen.

Beitrag erstellt von Marita Hochgürtel

   

Zu Gast im Ratssaal

Köpfe 2010 zu Gast bei

Bürgermeister Alexander Büttner

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Für den 21. Juli hatte Bürgermeister Alexander Büttner bereits zum vierten Mal Bürgerinnen und Bürger aus Bad Münstereifel, die im vergangenen Jahr für besondere Leistungen ausgezeichnet worden waren, eingeladen.

Über 50 Gäste waren der Einladung gefolgt und hatten sich im Rats- und Bürgersaal eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Büttner berichteten die Gäste über ihre besonderen Leistungen im vergangenen Jahr und gestalteten somit ein unterhaltsames und zugleich beeindruckendes Programm von fast zwei Stunden. Zum Abschluss hatte der Bürgermeister seine Gäste noch zu einem kleinen Imbiss geladen, den viele für ein nettes Gespräch mit den anderen „Köpfen" nutzten.

Diesmal begann der Abend karnevalistisch mit Wolfgang Lanzerath, der vom Dachverband des Bundes Deutscher Karneval Rhein-Sieg-Eifel mit dem Orden in Bronze und Silber für engagierte Vereinsmitglieder ausgezeichnet wurde.

Die Showtanzgruppe „New Generation" der Schönauer KG Erftrabanten, die den 1. Platz beim Verbandnachwuchsturnier für karnevalistische Tänze errungen hatte, wurde vertreten von der Trainerin Elfi Geuer und den Tänzerinnen Carina Geuer, Anja Breuer und Sarah Dreßen.  

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Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die 9-jährige Juli Minou Bazzazi. Juli hat den 1. Preis in der Kategorie Violine, Altersgruppe IA beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert" erreicht. Zudem wurde sie ausgezeichnet als jüngste Preisträgerin bei dem Jugend-Musikwettbewerb „Accordate" für Streichinstrumente. Juli spielte für die lauschenden Gästen den Schwan aus Karneval der Tiere.

Der Vorsitzende der Innovationsgesellschaft Eifel, Herr Friedhelm Limbeck, hat für seine Erfindung einer Seewasserentsalzungsanlage in 2010 viele Preise erhalten u.a. eine Goldmedaille auf der internationalen Erfindermesse in Nürnberg (IENA), den Ehrenpreis des Königs von Saudiarabien sowie den Ehrenpreis der internationalen Jury der Erfindermesse für die beste Erfindung der IENA. Herr Limbeck hatte seine wertvollsten Preise mitgebracht, die auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung noch von den Gästen bestaunt wurden.

Auch im Sport gab es besondere Verdienste in 2010. Den Herren 30 des TC Rot Gold Bad Münstereifel gelang der Aufstieg in die 1. Verbandliga. Mannschaftsführer
Zsolt Cziraky trug in einem kurzen sportlichen Abriss die Erfolge der letzten Jahre vor.
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Sportlich ging es dann mit Jens Schmitt weiter. Jens wurde in 2010 Rheinland Pfalz Meister in der Altersklasse 1 und zusätzlich 3. der ADAC-Mittelrheinmeisterschaft im Kartslalom. Zudem wurde er Deutscher Vizemannschaftsmeister als Team Rheinland Pfalz mit Lukas Daniels, Silas Hofmann, Simon Steffen und Kevin Wambach.

Auch einen echten Ordensträger konnte Herr Büttner vorstellen. Herrn Professor Dr. Dr. h. c. Udo Arnold wurde 2010 das Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges Engagement vor allem im wissenschaftlichen Bereich sowie der Völkerverständigung verliehen. In einem kurzweiligen Vortrag berichtete er über sein Aktivitäten.

Musikalisch ging es dann weiter. Der „HardChor" unter Chorleiterin Sylvia Paustian vom St. Michael Gymnasium hat den 2. Preis beim Wettbewerb „Jugend singt" erreicht. Bürgermeister Büttner begrüßte Frau Paustian und eine Abordnung des Chores mit den Worten: „Wohl der Schule, die einen Chor, eine Band oder ein Orchester hat." Bei vielen Gelegenheiten hat der „HardChor" schon sein Können unter Beweis gestellt - zuletzt noch beim Richtfest des Erweiterungsbaus des St. Michael Gymnasiums. 

Die größte Anzahl der Gäste stellten auch in diesem Jahr wieder die auf Regional-, Landes- und Bundesebene erfolgreichen Jungforscher. Diesmal waren es Michael Garzem, Sebastian Klick, Jens Nettersheim, Luca Banszerus, Michael Schmitz, Luca Mennen, Matthias Zalfen, Verena Schneider, Julia Weber und Henrik Thillmann vom städt. St. Michael Gymnasium mit den Betreuerinnen Veronika Stein und Daniela Mombauer sowie ihrem Betreuer Walter Stein. Lebendig und für alle verständlich stellten sie ihre Projekte vor. Nach dem offiziellen Teil gab es noch ausreichend Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch mit den Jungforschern. 

Leider konnten wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht alle eingeladen Gäste an der Veranstaltung teilnehmen. Dennoch waren es über 50 „Köpfe", die gespannt den Vorträgen der anderen „Köpfe" lauschten.

 

Beitrag erstellt von Marita Hochgürtel

   

Rathauserstürmung

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Höflichkeit zwingt Büttner in die Knie

Kölner Rundschau von Schmitze Pitter, 04.03.11

 

BAD MÜNSTEREIFEL - Große Gegenwehr setzte Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner dem Ansturm der Jecken nicht entgegen. In den 1960er Jahren hatte Gottfried Schlierf die Leiter ans Rote Rathaus gestellt. Gestern wurde diese schöne Tradition wieder belebt. Doch eine schlichte Leiter kam gar nicht in Frage. Es musste schon ein Belagerungsturm sein. Die Rot-Weißen aus Iversheim waren gleich in Kompaniestärke in die Kurstadt eingerückt. Im Tross waren auch handfeste Ritter, die ihren Prinzen Herbert I. (Hoetgen) bei der Erstürmung des Rathauses Geleitschutz gaben. Prinz Herbert war wild entschlossen und kletterte den Belagerungsturm hoch. Oben wartete Cowboy Alexander Büttner, der den Rathausschlüssel fest umklammerte. „Da könnt ihr noch so lange trommeln und krakeelen. Den Schlüssel bekommt ihr nicht", rief der Bürgermeister keck. Da hatte er allerdings die Rechnung ohne den Iversheimer Prinzen gemacht. Herbert I. ist ein Prinz alter Schule. Er versuchte es lieber mit Höflichkeit statt Körperkraft. „Lieber Bürgermeister, gib den Schlüssel ab", bat er. Und Büttner erbarmte sich. Schwupps, war der Schlüssel weg. Jetzt regieren die Iversheimer bis Aschermittwoch im Roten Rathaus. Und wer die Rot-Weißen kennt, weiß, dass dort jetzt jeden Tag Party ist.Zuvor hatte es - wegen Irritationen im Vorfeld der Veranstaltung - Treueschwüre gegeben. „Bubbelsbröder"-Präsident Robert Nolte freute sich, dass die Rathauserstürmung jetzt unter der Regie des karnevalistischen Stammtischs, also aller elf Vereine, „mehr Pfiff" bekommen habe. Und tatsächlich, Hunderte von Jecken hatten Spaß ohne Ende.

 

   

Ehrenamtpreisträger 2010

 

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Verleihung des Ehrenamtspreises des Bürgermeisters

 

Auch in diesem Jahr überreichte Bürgermeister Alexander Büttner erneut den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters für bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement im Sinne der Bürgerstadt Bad Münstereifel an drei BürgerInnen bzw. Institutionen unserer Stadt. Der Ehrenamtspreis dient als Zeichen der Anerkennung und ist mit einem finanziellen Zuschuss aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

  • Rolf Frings, Bad Münstereifel
  • Dr. Manfred Crueger, Bad Münstereifel und
  • Das Projekt „Partizipation von Jugendlichen"

 

Herr Rolf Frings

Seit seiner Jugend ist Herr Rolf Frings dem Fußball als Aktiver verbunden, zunächst im CfR Bad Münstereifel und nach der Fusion im SV Bad Münstereifel-Iversheim. Seit ca. 1975 ist Herr Frings Mitglied des Vorstandes der Spielvereinigung Bad Münstereifel-Iversheim 1925 e.V.. Über 35 Jahre galt sein Einsatz der Jugend als Jugendbetreuer oder Trainer. Sein Engagement, welches er für die Jugendarbeit im Sportverein eingebracht hat, geht weit über das Normale hinaus. Unter anderem hat er jahrelang mit sehr viel privatem Zeitaufwand Jugendfreizeiten organisiert und oft auch großzügig finanziell unterstützt. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Vereinsleben aufrechterhalten blieb. Er war und ist die Seele des Vereins. Von 1983 bis 1992  war Herr Frings Vorsitzender des Sportvereins, derzeit ist er 2. Vorsitzender.

Seit dem 1. Januar 1963 ist Herr Frings Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Münstereifel, Löschgruppe Bad Münstereifel und seit dem 04.07.2006 Mitglied in der Ehrenabteilung. Sein Dienstgrad war „Unterbrandmeister".

Herr Frings war selbständiger Bezirksschornsteinfegermeister.

Da Herr Frings heute Abend einige tausend Kilometer entfernt weilt, nimmt stellvertretend der langjährige Geschäftsführer des Vereins und Weggefährte von Rolf Frings, Herr Horst Doppelfeld, den Preis entgegen.

Herr Dr. Manfred Crueger

Herr Dr. Manfred Crueger ist seit über 18 Jahren Vorsitzender des Vereins „Konzerte am Wallgraben - Konzert- und Theaterfreunde e. V."

Nach einer Vorlaufphase als Regiebetrieb der Stadt Bad Münstereifel von 1984 bis 1989 wurde der Verein am 14. Juni 1989 gegründet. Herr Dr. Crueger war einer der 14 Gründungsmitglieder. Im ersten Vorstand des Vereins nahm er das Amt des Beisitzers wahr.

Als der 1. Vorsitzende, Stadtdirektor Armin Ahrendt, über zwei Jahre nach der Vereinsgründung eine neue berufliche Aufgabe nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Sachsen aufnahm, wurde Dr. Crueger Ende Januar 1992 zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Die Konzertreihe „Konzerte am Wallgraben" ist seit nunmehr gut 25 Jahren nicht nur fester Bestandteil im kulturellen Angebot des Staatlich anerkannten Kneippheilbades Bad Münstereifel, sondern die meist sechs Konzerte zählen auch stets zu den kulturellen Highlights im Jahresveranstaltungskalender der Region.

Dank des unermüdlichen Einsatzes von Dr. Manfred Crueger und seiner vielfältigen Kontakte in die einschlägige Kulturszene gelingt es dem Verein Jahr für Jahr, hochkarätige Künstlerinnen und Künstler für ein Engagement in Bad Münstereifel zu verpflichten.

Dabei „im Budget zu bleiben" ist Jahr für Jahr eine Herausforderung, die Herr Dr. Crueger gekonnt meistert. Es ist insbesondere auch dem großzügigen finanziellen Engagement von Unternehmen, Einrichtungen sowie Privatpersonen zu verdanken, dass die KAW schon so lange erfolgreich die Musiklandschaft bereichern.

So ist es immer gelungen, neben Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen und Besuchern unserer Stadt auch viele Freunde der Konzertreihe im regionalen und überregionalen Umfeld des Kreises Euskirchen und dessen Nachbarkreisen bis nach Rheinland-Pfalz hinein zu gewinnen.

Dieses erfolgreiche ehrenamtliche Engagement war vermutlich auch mit Grund dafür, dass Herr Dr. Crueger im Oktober 2010 zum Vorsitzenden des Vorstandes des Vereins „Kölner Kammerorchester e. V." gewählt wurde.

 

Projekt „Partizipation von Jugendlichen"

Das Projekt „Partizipation von Jugendlichen" verfolgt das Ziel, Kommunalpolitik nach den Bedürfnissen von Jugendlichen zu gestalten unter Beteiligung junger Menschen unserer Stadt.

Im Mai 2009 fand hierzu ein Workshop unter der Leitung von Frau Professor Michel, Fachhochschule Dortmund, mit Führungskräften der Stadtverwaltung statt. Den Kontakt zu Frau Prof. Michel hatte Herr Bernd Schuster, der sich in der Zukunftswerkstatt engagierte, hergestellt.

Im Herbst 2009 hatten darüber hinaus Schüler des Grundkurses Sozialwissenschaften des St. Michael Gymnasiums unter Leitung von Herrn Axel Gehring in einem Bürgerantrag dem Rat der Stadt Bad Münstereifel einige Vorschläge zur Attraktivierung der Stadt unterbreitet.

Beide Ansätze mündeten in eine von Frau Prof. Michel begleitete Focusgruppenbefragung von Schulklassen in den weiterführenden Schulen der Stadt, die auch durch Schülerinnen und Schüler des St. Michael Gymnasiums sowie der Friedrich-Haass-Gemeinschaftshauptschule durchgeführt wurden. Die Ergebnisse der Befragung wurden dem Rat der Stadt Bad Münstereifel vorgestellt und auf der 15. Konferenz für Armut und Gesundheit am 4. Dezember 2009 in Berlin vorgestellt.

Der Focusgruppenbefragung schloss sich eine Gesamtbefragung der Schülerschaft an weiterführenden Schulen in Bad Münstereifel sowie der Bad Münstereifeler Schülerinnen und Schüler an den Berufskollegs im Kreis Euskirchen an, deren Ergebnisse demnächst ebenfalls vorliegen werden. Sie dürften nahe an den Resultaten der Focusgruppenbefragung liegen.

Bei dieser Befragung zeigte sich in den Bereichen Mobilität, Freizeit, Stadt und Umwelt, Schule und Einkaufsmöglichkeiten der größte Bedarf an Verbesserungen/Veränderungen in Bad Münstereifel.

Anschließend bildete sich eine offene Arbeitsgruppe, ähnlich der Zukunftswerkstatt, die sich mit verschiedenen Ergebnissen der Befragung befassten. Beteiligt waren hierbei Vertreter der Verwaltung, erwachsene Bürger der Stadt und die Jugendlichen selber. Die Moderation übernahmen Bernd Schuster und Otfried Matthäi ehrenamtlich.

In diese Arbeitsgruppen neuen Schwung zu bringen, ist die Aufgabe der kommenden Wochen und Monate. Der heute vergebene Ehrenamtspreis soll alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ein besseres Mitwirken und Mitgestalten junger Menschen an der Entwicklung der Stadt Bad Münstereifel motivieren, mit langem Atem mit- und weiterzumachen.

Erstes verbindendes Ziel soll die Durchführung eines Wettbewerbs im kommenden Jahr sein, in dem jungen Menschen Projekte bzw. Konzepte für eine gute Stadtentwicklung aus ihrer Perspektive vorstellen, bewerten und dann zusammen mit Rat, Verwaltung sowie Bürgerschaft Zug um Zug umsetzen.

Kurz: Echte, sichtbare Beteiligung, die dem Grundsatz „fördern und fordern" gerecht wird und dokumentiert, dass die Schulstadt Bad Münstereifel ein Gemeinwesen aller Generationen ist - „Bürgerstadt" im besten Wortsinn.

ProjektteilnehmerInnen:

die Jugendlichen Nina Burau, Leon Heinen, Lukas Heinen, Marcel Hövels, Jan Lorenzen und Karlotta Schlösser sowie die Moderatoren Otfried Matthäi und Bernd Schuster und der Lehrer Axel Gehring.

 

 

 

Rolli Frings ist die Seele des Vereins

Peter W. Schmitz, Kölner Rundschau vom 16. Dezember

 

BAD MÜNSTEREIFEL. Nach der letzten Ratssitzung des Jahres können Politiker sowie Bürgermeister Alexander Büttner und sein Verwaltungsteam abschalten und die finanziellen Sorgen der Stadt einmal kurz vergessen. Dann steht die Verleihung des Ehrenamtspreises im schmucken historischen Ratssaal auf dem Programm. Und alle jahre wieder stehen dort Menschen, die Großes für die Allgemeinheit geleistet haben. Einer von ihnen konnte nicht dabei sein. Rolli Frings war in Kanada. Für ihn nahm dessen sportlicher Weggefährte Horst Doppelfeld die Auszeichnung entgegen. Bürgermeister Büttner erklärte, dass Frings zunächst als Fußballer für CfR Bad Münstereifel aktiv gewesen sei. Nach der Fusion lief er für SV Bad Münstereifel-Iversheim auf. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn war der ehemalige Bezirksschornstein-Fegermeister als Trainer, Jugendbetreuer und Vorstandsmitglied im Einsatz. Büttner: "Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Vereinsleben aufrechterhalten blieb. Rolf Frings ist die Seele des Vereins." Verdienste im kulturellem Bereich hat sich Dr. Manfred Crueger verdient. Er führt seit 18 Jahren den Verein "Konzerte am Wallgraben" Regie. Als der damalige Vorsitzende, Stadtdirektor Armin Ahrendt, im Dezember 1991 Bürgermeister im sächsischen Hoyerswerda wurde, hieß es: Dr. Crueger übernehmen Sie! Das tat er - und wie.  Büttner: "Die sechs Konzerte am Wallgraben zählen jedes Jahr zu den kulturellen highlights der Stadt. Das liegt nicht zuletzt am unermüdlichen Einsatz von Herrn Crueger." Und dessen gute Arbeit hat sich offenbar herumgesprochen. Im Oktober wurde er zum Vorstandsvorsitzenden des Vereins "Kölner Kammerorchester" gewählt. Es begann mit einem Bürgerantrag. Den stellte allerdings der Grundkurs Sozialwissenschaften des St.-Michael-Gymnasiums. Ein Novum in Bad Münstereifel. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Axel Gehring hatten Nina Burau, Leon und Lukas Heinen, Marcel Hövels, Jan Lorenzen und Karlotta Schlösser eine Umfrage unter Münstereifeler Schülern gemacht. Die sollten ihre Wünsche und Kritik in Sachen Mobilität, Freizeit, Stadt, Umwelt. Schule und Einkaufsmöglichkeiten kundtun. Die Ergebnisse stellten sie den Politikern vor. Jetzt steht das Thema in einer Arbeitsgruppe, der auch Erwachsenen angehören, an. Sie wird von Otfried Matthäl und Bernd Schuster moderiert. 2011 soll ein Wettbewerb initiiert werden. Junge Menschen sollen Projekte und Konzepte für eine gute Stadtentwicklung präsentieren. Büttner betonte, dies dokumentiere, dass eine Schulstadt ein Gemeinwesen aller Generationen sei - "eine Bürgerstadt im besten Wortsinn." (pws)  

   

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