DSL im Höhengebiet
Kölner Rundschau, MONTAG, 2. AUGUST 2010 von Paul Düster

Lückenschluss auf dem Datenhighway
Die Stadt Bad Münstereifel und die Telekom schließen Kooperation für drei Ortsteile
„Der weiße Fleck auf der Datenautobahnlandkarte im Gemeindegebiet von Bad Münstereifel wird bald der Vergangenheit angehören", freute sich Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner bei der Unterschrift des nun insgesamt vierten Kooperationsvertrags zwischen der Telekom und der Stadt Bad Münstereifel. Wenn die Baumaßnahmen wetterbedingt nicht unterbrochen werden müssen, könnten die Bewohner der Münstereifeler Ortsteile Rupperath, Hünkhoven und Odesheim schon im Frühjahr 2011 beim surfen im Internet in den Genuss von schnellen DSL-Leitungen kommen. Alexander Büttner sprach von einer Erfolgsgeschichte:
»Der weiße Fleck
auf der Datenautobahn-
Landkarte
wird bald
der Vergangenheit
angehören.«
ALEXANDER BÜTTNER
„Die Zusammenarbeit zwischen der Telekom, der Stadtverwaltung und natürlich auch mit den betroffenen Bürgen lief einfach perfekt." Auch die Leiterin für den Vertrieb „Wohnungswirtschaft und Kommunen" bei der Telekom, Anngret Podschelni, zeigte auf, dass es aufgrund der guten Zusammenarbeit sehr gut voran gegangen sei: „Als wir 2007 den ersten Kooperationsvertrag geschlossen haben, hatten wir mit dem Breitbandnetz eine Abdeckungvon 84 Prozent. Jetzt sind wir bei einer 99-prozentigen Anschlussmöglichkeit. Man muss sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Münstereifel ein sehr gutes Beispiel für den Breitbandausbau im ländlichen Gebiet ist." Rund 3600 Meter Glasfaserkabel werden nötig sein, damit die betroffenen 260 Haushalte Zugang zum schnellen Netz erhalten. Telekom-Techniker Georg Theißen: „Dabei werden 1200 Meter Leerrohr verarbeitet, die Kosten dafür tragen die Stadt und die Bürger." Zu Baubeginn hatte der Techniker noch Bedenken, ob der Zeitplan eingehalten werden kann: „Als wir 2007 angefangen haben, war ich skeptisch wegen der vielen Berge und den enormen Strecken, die wir zurücklegen mussten. Aber durch die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und einem als Konzertmeister agierenden Bürgermeister Büttner lief alles blendend", war Theißen voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit dem ersten Bürger des Kurstädtchens.
»Als wir 2007 angefangen
haben,
war ich skeptisch
wegen der vielen
Berge. «
GEORG THEISSEN
Münstereifels Wirtschaftsförderer Josef A. Laqua freute sich ebenfalls über die weitere Kooperation zwischen der Telekom und der Eifelkommune: „Heutzutage kann ein leistungsfähiger Internetzugang ausschlaggebend dafür sein, ob ein Standort für Familien oder Unternehmen attraktiv ist. Ich hatte schon mehrere Gespräche mit Leuten aus Köln, die ihr Büro in die Eifel verlegen wollen - aber nur dann wenn sie einen schnellen Internetzugang haben können." Um schneller voran zu kommen, wurden die hochmodernen Glasfaserkabel nicht zwangsläufig in den Trassen der alten Telekom-Kupferleitungen verlegt: „Wenn es sinnvoll war, einen bebauten Raum oder eine Straße zu umgehen, sind wir teilweise den leichteren, aber auch längeren Weg gegangen", erklärte Telekom-Techniker Gerd Wolter.















