Ehrenamt 2011

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v.l. Jutta Limbeck, Tobias Stadie, Agnes Schmitz, Peter Greven, Bodo Kerstin,
Karola Welcker, Anne Bodenheim, Bürgermeister Alexander Büttner

 

 

Verleihung des Ehrenamtspreises des Bürgermeisters

Auch in diesem Jahr überreichte Bürgermeister Alexander Büttner erneut den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters für bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement im Sinne der Bürgerstadt Bad Münstereifel an drei BürgerInnen bzw. Institutionen unserer Stadt. Der Ehrenamtspreis dient als Zeichen der Anerkennung und ist mit einem finanziellen Zuschuss aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden.

 

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

  • Herr Peter Greven als Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Münstereifel
  • Frau Karola Welcker als Vorsitzende des Ashford-Fougères-Clubs Bad Münstereifel
  • und Frau Lilo Langen für ihre Hilfsprojekte für Afrika

 

Herr Peter Greven als Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Münstereifel

Im Juli 2010 haben sich einige engagierte Bürger und Unternehmer in der Stadt Bad Münstereifel (mit mir) getroffen, um gemeinsam eine Bürgerstiftung zu initiieren. Bürger stiften Zeit und/oder Geld, um Ideen und Ziele der Bürgerschaft für die Zukunft von Bad Münstereifel zu gestalten. So in etwa könnte das Motto der neuen Bürgerstiftung heißen. Mit einem Stiftungskapital von 63.500 € wurde die Bürgerstiftung am 13. April 2011 gegründet. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Bürgerstiftung Bad Münstereifel ihre Arbeit aufnehmen konnte. Die Bürgerstiftung Bad Münstereifel will dem Gemeinwohl dienen, das Gemeinwesen von Bad Münstereifel nachhaltig stärken und Kräfte der Innovation mobilisieren. Sie will die Bürgerinnen und Bürger und Wirtschaftsunternehmen von Bad Münstereifel zum verantwortlichen Mitwirken an der Gestaltung sowie Entwicklung des lebendigen Lebens motivieren und anstiften. Dies soll zum einen durch Einwerben von Zustiftungen und Spenden geschehen, welche die Bürgerstiftung in die Lage versetzen, örtliche Projekte aus den verschiedenen Stiftungszwecken zu fördern. Zum anderen sollen die Bürger dazu motiviert werden, sich ehrenamtlich in der Bürgerstiftung und den von ihr unterstützten Projekten und Institutionen zu engagieren und Eigeninitiative zu ergreifen. Die Bürgerstiftung bestimmt im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten selbständig und unabhängig über ihre Projekte, die alle Bereiche unseres Gemeinwesens und alle Personenkreise betreffen. Als erstes Projekt der Bürgerstiftung konnte in der vergangenen Woche ein Spendenbetrag von 1.000 € an die Fördervereine der Grundschulen in Bad Münstereifel überreicht werden. Hiermit soll Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am schuleigenen Mittagsessen ermöglicht werden.Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Bürgerstiftung engagieren sich in für Menschen aus Bad Münstereifel, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen in der Bürgerstiftung Bad Münstereifel möchte ich dem 1. Vorsitzenden, Herrn Peter Greven, den Ehrenamtspreis des Bürgermeisters überreichen. Peter Greven, den ich Ihnen nicht vorstellen muss, hat gerne den Vorsitz der Bürgerstiftung Bad Münstereifel übernommen. Als Bad Münstereifeler Unternehmer liegen ihm die Belange der Bad Münstereifeler am Herzen. Vielen Dank für Ihr bürgerschaftliches Engagement und viel Erfolg der Bürgerstiftung Bad Münstereifel. 

 

Frau Karola Welcker als Vorsitzende des Ashford-Fougères-Clubs

Gegründet wurde der Ashford-Club in der 1. Mitgliederversammlung am 27.01.1975, also gut 10 Jahre nach der Begründung der offiziellen Städtepartnerschaft mit Ashford. Helmut Cloot wurde erster Vorsitzender des Clubs. Gründungsmitglieder waren neben ihm Günter Kirchner und Annemarie Bodenheim. Der englische Partnerclub besuchte Bad Münstereifel erstmals über das Karnevalswochenende 1975. Im gleichen Jahr reiste der Ashford-Club Bad Münstereifel mit 35 Personen nach Ashford. Am 15.03.1975 fand im Hotel Hillebrand der erste Englische Abend statt. 1984 wurde die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Ashford und Fougères besiegelt und damit die Triangelpartnerschaft Ashford - Bad Münstereifel - Fougères begründet. Im gleichen Jahr fand in Fougères eine Industrie- und Handelsmesse statt. In der Besuchsdelegation aus Bad Münstereifel waren auch Mitglieder des Ashford-Club, die für einen Familienaustausch warben. Hierauf meldeten sich viele Interessenten. Am 09.01.1985 wurde dann der Clubname in Ashford-Fougères-Club geändert. Die damalige Vorsitzende war Annemarie Bodenheim. Seit acht Jahren ist Karola Welcker erste Vorsitzende des Vereins. Der Ashford-Fougères-Club ist eine der tragenden Säulen der Städtepartnerschaften. Neben den Schul- und Vereinsaustauschen und den offiziellen Partnerschaftstreffen trägt der Club gerade den Austausch von Bürgerinnen und Bürgern in den drei Partnerstädten. In jedem Jahr reisen Mitglieder des Ashford-Fougères-Club in eine der beiden Partnerstädte, aus der anderen Partnerstadt werden Gäste empfangen. Bei den offiziellen Partnerschaftstreffen in Bad Münstereifel hilft der Ashford-Fougères-Club maßgeblich bei der Unterbringung der Gäste. Der Ashford-Fougères-Club unterstützt die Verwaltung bei der Vermittlung von Schul- und Berufspraktika in und aus den Partnerstädten. 

 

Frau Lilo Langen für ihre Hilfsprojekte für Afrika

Ihre Leidenschaft zum schwarzen Kontinent entdeckte die Architektin Lilo Langen 2005 bei einer Studienreise nach Tansania und Kenia. Vom Veranstalter wurden ihr dabei natürlich größtenteils die angenehmen Seiten der afrikanischen Länder gezeigt, doch blieben ihr bei der Tour auch die Armut und das Elend nicht verborgen. Sie freundete sich mit einer Familie aus Arusha an und wieder in Deutschland angekommen setzte sie sich zum Ziel, Hilfe zu organisieren. Im Jahre 2008 flog Lilo Langen für fünf Monate nach Tansania, um vor Ort ein Projekt mit Hilfe von „Eifel Aid", einer Gruppierung aus Wohlfahrtsverbänden unter der Federführung des Deutschen Roten Kreuzes Euskirchen, auf die Beine zu stellen. Im Dorf Mwanagati außerhalb von Dar es Salaam (Regierungssitz und größte Stadt des Landes) ließ sie mit einheimischer Hilfe einen Brunnen bohren, der seither zahlreiche Menschen mit sauberem Wasser versorgt. Im Februar 2010 verbrachte Lilo Langen erneut einen Monat in Ostafrika, um dort ein Schulprojekt zu verwirklichen. Sie besuchte eine Schule in Ukonga, in der 36 Kinder auf den Einstieg in die Primary School vorbereitet wurden. Bis dahin wurden die Kinder draußen unter einem Baum unterrichtet. Einige Kinder erlitten dort durch die Bisse von Sandflöhen schwere Infektionen. Lilo Langen suchte nach Abhilfe und hatte Glück. Sie mietete einen Raum an, in dem die Kinder von nun an unterrichtet wurden. Nun gab es einen Raum aber keine Möbel. Die Kinder saßen auf Säcken, was nicht nur ungesund, sondern auch der Konzentration nicht gerade dienlich war. Mit Hilfe des DRK Euskirchen und „Eifel Aid" erreichte es Lilo Langen, dass vor Ort Schulbänke gebaut wurden und den Kindern Lehrbücher, Hefte und Stifte gegeben werden konnten. Die Räumlichkeiten wurden sehr schnell zu eng, sodass Lilo Langen beschloss, eine Schule mit vier Klassenräumen, einer Toilettenanlage sowie eine Brunnenanlage zu bauen. Im Herbst 2010 kaufte sie ein Grundstück, auf dem die Schule gebaut werden sollte. Das notwendige Geld für dieses Projekt kam zum Teil aus einem Afrika-Benefizkonzert im Kloster Schweinheim, das Lilo Langen 2010 organisierte bzw. einem zweites Benefizkonzert aus dem Jahre 2011, das in Palmersheim stattfand. Bei Bohrungen für den Brunnen stellte sich dann jedoch heraus, dass es dort kein Trinkwasser sondern nur Salzwasser gab. Der Bau des Schulgebäudes muss nun hinten angestellt werden, bis ein neues geeignetes Grundstück gefunden ist. Das schreckte Lilo Langen aber nicht ab. Solange das Schulprojekt ruhen muss, wird ein anderes Projekt vorgezogen. In Arusha bekommt Lilo Langen von der Gemeinde zwei Grundstücke zur Verfügung gestellt, auf denen eine Krankenstation errichtet werden soll. Bei ihrem ersten privaten Besuch in Tansania war Lilo Langen zu Gast bei einer bereits zuvor erwähnten befreundeten Familie in Arusha. Dort erlebte sie hautnah den Mangel an ärztlicher Versorgung, als die Großmutter der Familie starb. Dies war der Anstoß zu ihrer Arbeit in Afrika und der Bau der Krankenstation gehörte von Anfang an zu ihren Zielen. Lilo Langen hat in den letzten Jahren viele Monate in Afrika verbracht, um all diese Hilfsprojekte zu begleiten. Und so verwundert es auch nicht, dass Lilo Langen heute Abend nicht bei uns sein kann. Sie ist - wie könnte es anders sein - zurzeit wieder in Afrika, um dort den Bau der Krankenstation voranzubringen. Ich werde gleich versuchen, Frau Langen in Afrika anzurufen, um ihr persönlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken und ihr viel Erfolg für ihr derzeitiges Projekt zu wünschen. Anstelle von Frau Langen sind heute Abend Frau Agnes Schmitz und Frau Jutta Limbeck zu uns gekommen. Die Damen sind Vorstandskolleginnen von Frau Langen im Verein „Upendo Tansania e.V.". Dieser Verein wurde von Frau Langen in diesem Jahr gegründet, um die Hilfsprojekte für Afrika auf eine breite Basis zu stellen.

 

Textbeitrag übernommen von Frau Hochgürtel am 16.12. (Martin Mehrens)

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